Das Polaroid machte ein ehemaliger Nachbar meiner Eltern von uns.  Seine Frau war krankhaft  fettleibig. Wir sahen sie nur in voller Pracht, wenn Herr M., Frau M. zum Arzt fuhr.  Ansonsten stand sie am Fenster und versuchte uns Kinder über den neusten Nachtbarschafts Klatsch und Tratsch auszuquetschen.  Wir waren sowas wie Ihre Verbindung  zur Außenwelt.
Der Junge auf dem Fahrrad ist F.
Er war das einzige  Scheidungskind in unserer Straße und tat mir deshalb unglaublich leid. Es gab die wildesten Gerüchte über seine Mutter. Ich wette, keines davon entsprach der Wahrheit.
F. war eine unglaubliche Memme.  Fühlte er sich ungerecht behandelt, verlor er ein Spiel oder verletzte er sich beim Spielen in der Gruppe brach er in Tränen aus und suchte Mitleid bei anderen.  Aus dem Grund war er kein beliebter Spielkamerad. Was ich an F. jedoch sehr schätzte war seine einfühlsame Art.
Irgendwann zog F. nach Wiesbaden. Die Besuche bei seiner Oma wurden immer seltener. Je mehr wir uns der Geschlechtsreife näherten, desto seltener sprachen wir miteinander. Bis man sich schließlich ignorierte.
Manchmal  frage ich mich was aus ihm geworden ist.
In meiner Vorstellung hat er ein uneheliches  Kind mit einer Frau, die er mehr  liebt, als sie ihn und seine beiden Arme  sind tätowiert!

Das Polaroid machte ein ehemaliger Nachbar meiner Eltern von uns.  Seine Frau war krankhaft  fettleibig. Wir sahen sie nur in voller Pracht, wenn Herr M., Frau M. zum Arzt fuhr.  Ansonsten stand sie am Fenster und versuchte uns Kinder über den neusten Nachtbarschafts Klatsch und Tratsch auszuquetschen.  Wir waren sowas wie Ihre Verbindung  zur Außenwelt.

Der Junge auf dem Fahrrad ist F.

Er war das einzige  Scheidungskind in unserer Straße und tat mir deshalb unglaublich leid. Es gab die wildesten Gerüchte über seine Mutter. Ich wette, keines davon entsprach der Wahrheit.

F. war eine unglaubliche Memme.  Fühlte er sich ungerecht behandelt, verlor er ein Spiel oder verletzte er sich beim Spielen in der Gruppe brach er in Tränen aus und suchte Mitleid bei anderen.  Aus dem Grund war er kein beliebter Spielkamerad. Was ich an F. jedoch sehr schätzte war seine einfühlsame Art.

Irgendwann zog F. nach Wiesbaden. Die Besuche bei seiner Oma wurden immer seltener. Je mehr wir uns der Geschlechtsreife näherten, desto seltener sprachen wir miteinander. Bis man sich schließlich ignorierte.

Manchmal  frage ich mich was aus ihm geworden ist.

In meiner Vorstellung hat er ein uneheliches  Kind mit einer Frau, die er mehr  liebt, als sie ihn und seine beiden Arme  sind tätowiert!